Renaturierung

Manchmal muß man der Natur etwas auf die Sprünge helfen !
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Renaturierung

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden die Sölle, die "Augen" der Mecklenburgischen Landschaft durch eine intensive Bewirtschaftung immer mehr schädigend beeinflußt. Dies führte zu einer verstärkten Verlandung, die wiedrum negativ auf die Wasserführung wirkte. Flächen vernäßten aufgrund einer gestörten Dränage, die Vorflut  arbeitete nicht mehr richtig und häufig  wurden diese Kleingewässer auch als Abladeplatz für Müll und Leesesteine genutzt.
MIt der Förderrichtlinie für schützenswerte Arten  und Gebiete (FöriSAG) vom 07.02.2008, ist nun den Flächennutzern ein Instrument in die Hand gegeben, welches durch die Kostenübernahme als nichtrückzahlbarer Zuschuß eine Verbesserung dieser Biotope möglich macht. 
Unser Büro für „UMWELT & PLANUNG“ führt für Einzelunternehmen und Agrarbetriebe das komplette Verfahren für die Renaturierung von Kleingewässern durch. Damit ist den Landwirten ein Instrument in die Hand gegeben, Feuchtstandorte wieder in einen natürlichen Zustand zu versetzen
sowie eine optimale Wasserführung herzustellen.
Wir übernehmen alle Leistungen, von der  Standortauswahl, über die Absprachen mit den Behörden, der Ausschreibung und Bauüberwachung,
bis zur kompletten Abrechnung.

Entstehung der Sölle

Sölle sind Relikte der Eiszeit, die Mecklenburg - Vorpommern prägen. Sie begann vor ca. 50000 Jahren und endete vor ca. 8000 Jahren. In dieser
Zeit schob sich ausgehend von der Arktis eine weitestgehende Vereisung über das Gebiet und reichte bis hinter Brandenburg. Die Stärke des
Eises betrug in  Skandinavien über 3000m und nahm in Richtung Süden ab. Für Mecklenburg - Vorpommern wird eine maximale Dicke von 1000m
angegeben.Die Eiszeit war wiederum durch wärmere Zeiten geprägt, welche dazu führten, daß die Eismassen große Mengen von Steinen und Geröll bewegten. Unter diesen Geröllmassen lagerten sich  größere feste Eisbrocken, die dann bei Erwärmung des Klimas langsam schmolzen
 nach der letzten Weichselkaltzeit. Die darüber liegende Gerölldecke senkte sich und  es entstanden die sogenannten glazialen Toteislöcher,
auch als Sölle bezeichnet. Im Laufe der Jahre verlandeten viele und bildeten eine mächtige Mudde- und Torfschicht.

Ablauf des Antragsverfahrens

1. Aussuchen der renaturierungswürdigen Kleingewässer durch den   Flächennutzer zusammen mit UMWELT & PLANUNG

2. Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises und Festlegung der Entwicklungsziele

3. Absprache mit dem Flächennutzer über Ablauf der    Renaturierungsmaßnahmen

4. Ausfüllen der Antragsformulare und Absprache mit den Landesämtern für Landwirtschaft und Umwelt, Einholung der Erlaubnis der Flächeneigentümer

5. Nach positivem Bescheid beginnt die Planung der   Renaturierungsmaßnahmen

6. Ausschreibung und Vergabe der Erdbauleistungen

7. Bauüberwachung durch UMWELT & PLANUNG

8.  Endkontrolle und Abnahme der Leistungen mit dem Auftraggeber und den Behörden

9. Abrechnung der Maßnahme



UMWELT & PLANUNG, BfÖD, Weidengrund 22, 18211 Stülow